Photography Travel

Backpacking Portugal

October 24, 2015

Nachdem sich der Herbst hier in Berlin schon von seiner kältesten Seite zeigte und meine Leichtsinnigkeit, mit nicht imprägnierten Schuhen durch den Regen zu laufen, aprubt mit einer zehntägigen Grippe bestrafte, kam ich zuhause nicht darum herum, mir mit Bettflasche und viel Melancholie die entwickelten Fotos unseres vergangenen Portugaltrips anzuschauen.

Von Basel aus flogen wir zunächst nach Porto, wo wir für zwei Tage die wunderschöne ‘Hauptstadt des Nordens’ erkundeten und uns dabei so gut es ging vom Touristenstrom fernhielten. In dem Haus, in welchem wir beide Nächte verbrachten, wohnten neben uns noch geschätzt 20 Katzen und 3 freilaufende Schildkröten, was für etwas Verwirrung aber auch viel Spass sorgte. Mit dem Zug ging es weiter nach Coimbra, der berühmten Universitätsstadt, welche uns leider nur eine Nacht in ihren Bann ziehen konnte, bevor wir weiter nach Lissabon reisten. Was uns dort erwartete, hätten wir uns nie träumen lassen. Unsere Unterkunft war nämlich keine gewöhnliche, geschweige denn, dass sie vier Wände hatte. Nein, in Lissabon schliefen wir in einem Zelt auf einem Dach. Und das für 3 Euro pro Person und Nacht. Das unser Host nicht auf Profit aus war, sondern einfach gerne nette Leute trefen und ihnen einen angenehmen Aufenthalt bereiten wollte, wurde auch ansonsten schnell klar. Am ersten Abend lud er all seine Freunde zu sich ein, kochte für uns und schank Wein aus, während wir in den besten Gesprächen versanken. Irgendwann stiess auch eine weitere Reisende dazu, welche schon ein paar Tage dort wohnte und begann, auf der Gitarre spanische Lieder zu singen. Wir kamen uns vor wie in einem Film. Auch in den nächsten Tagen liess dieses Gefühl nicht nach, als unser Gastgeber und einer seiner Freunde uns durch die Stadt begleiteten, uns sogar bis nach Cabo da Roca, dem westlichsten Punkt Europas, brachten und mit uns bis in die Tiefen des Märchenwaldes in Sintra fuhren. Als ob das nicht genug wäre, bot unser Host dann noch an, uns bis zu unserem nächsten (und letzten) Stop nach Sagres zu bringen, weil er “sowieso noch einen Freund da unten besuchen wollte”. Also fuhren wir am nächsten Tag für einige Stunden der Küste entlang Richtung Süden, während aus den Boxen Youth Lagoon ihre Lieder summten und der Fartwind uns durch die Haare wehte. In Sagres verbrachten wir dann die längste Zeit unserer Reise. Nach den aufregenden Städtetrips, welche hinter uns lagen, diente das kleine Surferdorf hauptsächlich der langersehnten Entspannung, welche uns nach den vorhergegangenen Prüfungswochen mehr als wilkommen war. Gemütliche Tage im Youth-Hostel, Bräunen am Strand und ruhige Abende mit selbstgekochtem Essen. An einem Tag juckte es mich dann doch in den Fingern und ich probierte mich das erste Mal in meinem Leben am Surfen. Ich muss gestehn, es hat mir soviel Spass gemacht, dass im nächsten Sommer wahrscheinlich ein Surf-Trip nach Frankreich ansteht. Aber dazu dann bei wärmeren Temperaturen mehr.

Die Fotos sind natürlich chronologisch angeordnet, von Porto, über Coimbra, nach Lissabon, bishin zu Sagres, sodass ich euch hoffentlich bestmöglich an unserem Trip teilnehmen lassen kann und ihr vielleicht auch ein wenig an wärmere Zeiten denken könnt.

1.2 1.3 1.4 1.7 1.8 1.9 2.0 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 3.0 3.1 3.2 3.3 3.4 3.5 3.6 3.7 3.8

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